Corona-Hilfe für Startups und kleine Mittelständler aufgestockt

Corona Recovery Fonds: maximale Fördersumme auf 800.000 Euro erhöht. Bereits rund 50 Hamburger Unternehmen gefördert
22. Oktober 2020
Euro notes

Mit dem Corona Recovery Fonds (CRF) bietet die IFB Innovationsstarter GmbH Risikokapitalfinanzierungen für Startups und kleine Mittelständler, die infolge der Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten sind. Nun wurde die maximale Förderung je Unternehmen auf 800.000 Euro erhöht, so ein Beschluss der Hamburger Wirtschaftsbehörde vom 14. Oktober 2020. Rund 50 Firmen haben demnach bereits eine Förderzusage erhalten oder stehen unmittelbar davor.

CRF: bis zu 50 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln

Der Corona Recovery Fonds richtet sich an innovative Startups und wachstumsorientierte, kleine Mittelständler, die ihren Sitz bzw. ihre wesentliche Betriebsstätte in Hamburg haben. Exit-orientierten Start-ups stellt die IFB Innovationsstarter GmbH, eine Tochter der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg), stille Beteiligungen in Höhe von bis zu 500.000 Euro zur Verfügung. 

Bei Nicht-Exit-orientierten Startups und sonstigen kleinen mittelständischen Unternehmen erfolgt die Förderung, ebenfalls in Form von stillen Beteiligungen, über die Beteiligungsgesellschaft Hamburg (BTG Hamburg). Hier wurde die maximale Förderhöhe nun von 250.000 Euro auf 800.000 Euro erhöht. Insgesamt stehen für das Programm bis zu 50 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln zur Verfügung.

Hamburger Stabilisierungsfonds in den Startlöchern

Finanzsenator Andreas Dressel: „Der Corona Recovery Fonds ist ein wichtiger Bestandteil unseres breit gespannten Hamburger Schutzschirms für Unternehmen und Institutionen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind.“ Ein weiterer Baustein sei der Hamburger Stabilisierungsfonds, der in den nächsten Wochen an den Start gehen soll.

Hohe Nachfrage aus unterschiedlichen Branchen

Zu den rund 50 über den CRF geförderten Unternehmen zählt unter anderem die auf E-Scooter spezialisierte Hamburger Firma Walberg Urban Electrics. Mit Inkrafttreten der Zulassung der E-Scooter in Deutschland im Jahr 2019 stieg die Nachfrage nach E-Mobilität, eine Entwicklung, von der das Unternehmen stark profitierte. Doch im März 2020, mit Beginn der Corona-Krise, kam diese „dynamische Unternehmensentwicklung“ beinahe zum Erliegen: „Wenn hier eine ganze Kundengruppe im Lock-Down ist und so in einen Zahlungsverzug kommt, überträgt sich diese Situation direkt auf uns und schlägt bis zu unseren Lieferanten durch. Zum Glück hat die Regierung hier Mechanismen geschaffen, die bei uns unkompliziert abfedern konnten. Mit diesem Back-up werden wir sogar gestärkt aus der Krise kommen“, sagt Florian Walberg, Gründer und CEO von Walberg Urban Electrics.
rr/sb/kk