Frauenanteil in Hamburgs städtischen Aufsichtsgremien wächst

Mehr Frauen in Aufsichtsorganen und kollegialen Gremien der städtischen Unternehmen. Quote soll weiter steigen
13. August 2021
Business group in Blankenese

Der Frauenanteil in den Gremien der städtischen Unternehmen in Hamburg ist weiter gestiegen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Stadt zum Hamburgischen Gremienbesetzungsgesetz hervor. Den Angaben zufolge wurde zum Stichtag 1. Juli 2020 ein Frauenanteil von knapp 37 Prozent in den Aufsichtsorganen der öffentlichen Unternehmen und Beteiligungen der Hansestadt ermittelt. Innerhalb der letzten Jahre habe sich der Wert damit bereits deutlich verbessert: Bei der ersten Erhebung 2014 waren es demnach etwa 28 Prozent, 2016 schon rund 34 Prozent. Auch der Anteil der Frauen in den kollegialen Beschluss- und Beratungsorganen stieg im Erhebungszeitraum um vier Prozentpunkte auf rund 39 Prozent.

Hamburgisches Gremienbesetzungsgesetz regelt Mindestquoten

„Mit mehr Frauen in den Gremien und Aufsichtsorganen wird unsere Stadt noch leistungsstärker – und darauf arbeiten wir weiter gemeinsam hin“, so Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank. „Die aktuellen Zahlen ermutigen uns bei unserem Ziel, die gleiche Teilhabe von Frauen und Männern in den Hamburger Gremien sicherzustellen.“ Von der Stadt vorgesehen ist, dass Gremien mit maximal vier Mitgliedern mit mindestens einer Frau oder einem Mann, bei bis zu sechs Mitgliedern mit mindestens zwei Frauen oder Männern und bei acht Mitgliedern mit mindestens drei Frauen oder Männern besetzt werden. Bei Gremien von über neun Mitgliedern soll eine Quote von jeweils mindestens 40 Prozent gelten.

Frauenanteil in Gremien: Quote soll weiter steigen

Trotz der positiven Entwicklung mit Blick auf die gleichberechtigte Vertretung von Frauen und Männern in den Gremien erreichen dem Bericht zufolge 31 der 74 öffentlichen Unternehmen und städtischen Beteiligungen noch nicht die angestrebten Mindestquoten. „Klar ist auch, dass wir auf dem Weg zur gleichberechtigten Vertretung in den öffentlichen Unternehmen weiter nachlegen müssen“, sagt Fegebank. Die nächste Erhebung zum Gremienbesetzungsgesetz soll 2024 durchgeführt werden. Im aktuellen Bericht werden die Zahlen für 74 Aufsichtsorgane der Hamburgischen öffentlichen Unternehmen und Beteiligungen sowie 134 kollegiale Beschluss- und Beratungsorgane zusammengefasst.
tn/sb