Techhub: Zentrum für Startups und Forschung geplant

„tecHHub“ als Teil der Science City Hamburg-Bahrenfeld. 45 Millionen Euro Zuschuss für mehr Innovationen made in Hamburg
06. Januar 2021
Techhub

Hamburg will der Corona-Krise entgegenwirken und setzt dafür einen klaren Schwerpunkt im Bereich InnovationIm Stadtteil Bahrenfeld soll mit dem tecHHub“ ein Innovationszentrum für Startups, junge Techunternehmen und Forschung entstehen. Für den Tech Hub, der Teil der Science City Hamburg Bahrenfeld sein und sich in unmittelbarer Nähe zum Innovationszentrum des Desy (Desy Innovation Factory II) befinden wird, ist eine Mischung aus Laboren und Büros geplant. Hamburg fördert das Projekt mit seinem im Zuge der Corona-Krise aufgelegten Wirtschaftsstabilisierungsprogramm (HWSP) mit 35 Millionen Euro. Weitere 10 Millionen Euro seien für die Finanzierung weiterer Innovationsprogramme der Wirtschaftsbehörde vorgesehen, zum Beispiel im Bereich KI. Hamburgs Wirtschafts- und Innovationssenator Michael Westhagemann, Finanzsenator Dr. Andreas Dressel und Dr. Rolf Strittmatter, Geschäftsführer von Hamburg Invest, stellten die Pläne für den Tech Hub im Rahmen der Landespressekonferenz am Dienstag (5. Januar) vor.

Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft

„Mit seiner ausgezeichneten Lage und der top Infrastruktur sehe ich den Tech Hub als Magnet für talentierte Forscher*innen sowie für Startups und junge technologieorientierte Unternehmen aus den Bereichen Life Science, Medizin- und Biotechnologie“, sagte Westhagemann. „Ich möchte, dass die Welt auf uns schaut, wenn in einigen Jahren all die Forscher, Unternehmer und Startups am Vorhornweg als Teil der Science City zusammenarbeiten. Hier werden Projekte mit internationaler Strahlkraft durchgeführt.“ Die Fertigstellung des Tech Hubs ist für 2025 geplant.

Der Senat will in Hamburg ein Netz von Innovationsparks errichten, um die Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu stärken sowie Fachkräfte und Unternehmen anzuziehen. Der Innovationspark Altona am Vorhornweg und der Tech Hub sollen eine zentrale Rolle in der geplanten Science City Hamburg Bahrenfeld spielen. Die Stadt plant im Rahmen der Science City einen innovativen Stadtteil zu errichten, der Wissenschaft und Wohnen verbindet. Bereits jetzt ist Bahrenfeld ein wichtiger Hamburger Standort für Wissenschaft und Innovation.

Flexible Mischung aus Laboren und Büroflächen

Auch Niels Pirck, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, ist von dem geplanten Tech Hub überzeugt: „Innovationen und Startups sind ein Schlüssel für den wirtschaftlichen Wohlstand von morgen. Das ist ein zentrales Ergebnis unserer Standortstrategie Hamburg 2040. Wir begrüßen daher ausdrücklich, dass der Senat seine langjährige Strategie zur Förderung von Forschung und Innovation fortführt und mit dem geplanten Tech Hub einen weiteren wichtigen Impuls für die Innovationskraft in Hamburg setzt."

Für das Tech-Hub-Gebäude ist auf ca. 10.000 Quadratmetern ein hoher Anteil an Laborflächen sowie Büros und ausreichend Raum für Vernetzung geplant. Kombinierbare Mietflächen mit unterschiedlichen Ausstattungen, Größen und Servicepaketen sollen eine flexible Nutzung ermöglichen. Auch Shared Labs, Open-Space-Arbeitsplätze und ein FabLab mit 3D-Druckern und anderen computergesteuerten Maschinen sind vorgesehen.

„tecHHub Village“ geplant

Da bereits jetzt eine hohe Nachfrage nach Räumlichkeiten bestehe, ist laut Westhagemann für den Übergangszeitraum eine Containerlösung mit Platz für rund 40 Labore und Büros geplant, die 2022 errichtet werden soll. „Wir wollen die besten Talente hier halten bzw. ansiedeln. Deshalb wollen wir den Überholgang einlegen und arbeiten gemeinsam mit dem DESY und der Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft schon jetzt an der Idee einer kurzfristigen Containerlösung. Dabei denken wir an ein ‚tecHHub Village', das angrenzend an das eigentliche Tech-Hub-Gebäude entstehen wird."

Dr. Arik Willner, Chief Technology Officer bei DESY: „Wir freuen uns über den Beschluss des Senats, den Innovationspark Altona bei DESY durch das TechHub Village weiter zu stärken. Wir werden über unser Technologie- und Gründerzentrum, der DESY Innovation Factory, welches in direkter Nachbarschaft zum ‚tecHHub Village' gebaut wird, eng mit den Akteuren des ‚tecHHub Village' zusammenarbeiten." 

Gezielte Investitionen in Innovationen

Gezielte Investitionen in Innovationen, in Verknüpfungen von Wirtschaft und Wissenschaft, sind ein zentraler Hebel, um aus der Corona-Krise wieder herauszukommen", so Finanzsenator Dressel. „Die 45 Millionen Euro zusätzlich aus unserem Wirtschaftsstabilisierungsprogramm HWSP sind ein starkes Bekenntnis für den Innovationsstandort, sie werden kurzfristig konjunkturwirksam und schaffen Raum für starke Ansiedlungen in perfekter Lage und für gute Projekte." Mit dem HWSP sollen in den Jahren 2021 und 2022 insgesamt rund 900 Millionen Euro in diverse kurzfristig wirksame bzw. vorgezogene städtische Maßnahmen gelenkt werden, um einen Beitrag dazu zu leisten, dass insbesondere die Hamburger Wirtschaft durch verlässliche und verstärkte staatliche Investitionstätigkeit gut aus der Corona-Krise kommt.
tn/sb/kk