Luftfahrt: Airbus und Altran entwickeln autonome Hygiene-Roboter

Autonom fahrenden Schwarm-Roboter sollen das Fliegen in Corona-Zeiten sicherer machen – mit Desinfektion und Fieber-Screening
20. August 2020
Aurbus A380

Wie kann das Fliegen trotz der Corona-Pandemie zum sicheren Erlebnis werden? Mit dieser Frage haben sich Airbus und die Technologie- und Innovationsberatung Altran in einem gemeinsamen Forschungsprojekt beschäftigt. Das Ergebnis: Kompakte und autonom fahrende Schwarm-Roboter, die für die automatisierte Desinfektion von Flugzeugen und Flughafenbereichen oder zur Erkennung von Passagieren mit erhöhter Temperatur eingesetzt werden können.

Schwarm-Roboter sorgen autonom für Hygiene

Die sogenannten „Tetrabots“ sind leicht und bewegen sich im Schwarmsystem. Spezielle Räder, die omnidirektionale Fahrmanöver erlauben, ermöglichen es den Robotern, sich auch in stark begrenzten Räumlichkeiten zu bewegen. So können sie autonom für hygienische Sauberkeit an Flughäfen, in der Flugzeugkabine und in besonders kritischen Bereichen wie Toiletten, Bordküchen, Cockpits und Gepäckräumen sorgen, um das Infektionsrisiko zu senken.

Einsatz in der Flugzeug-Fertigung möglich

Durch hochmoderne Lidar-, Kamera- oder Hitzesensoren sei es dem gesamten „Schwarm“ möglich, sich verändernde Umgebungen leicht zu erkennen und selbstständig zu navigieren. Zudem ist der Tetrabot in der Lage, über eine Wärmebildkamera Passagiere mit erhöhter Temperatur zu erkennen und die identifizierten Risiken an das Gate-Personal zu kommunizieren. Darüber hinaus können die Roboter durch ihre hohe Flexibilität auch in der Flugzeug-Fertigung eingesetzt werden, um beispielsweise Kabinenmonumente oder Sitze passgenau zu platzieren.
sm/sb