Hochschulen: Hamburg investiert 60 Millionen Euro in Modernisierung

Senat schnürt Konjunkturpaket für den Hochschulbau. Künftig sollen Gebäude im Mieter-Vermieter-Modell bewirtschaftet werden
15. Januar 2021
Students at HafenCity University

Hamburg weitet sein im Zuge der Corona-Krise ins Leben gerufene Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramm (HWSP) aus und investiert zusätzlich in die Wissenschaft: Für die Modernisierung von Hochschulgebäuden sollen in den kommenden zwei Jahren zusätzlich 60 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Ziel des Maßnahmenpaketes sei es, durch eine nachhaltige Immobilienbewirtschaftung bestmögliche Räume für Forschung und Lehre in Hamburg bereitzustellen, so die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke. Der Senat leistet mit dem Konjunkturpaket eine Anschubfinanzierung für die von der Stadt geplante milliardenschwere Sanierungsstrategie für Hochschulgebäude in den kommenden beiden Dekaden.

Sanierungsmaßnahmen sollen durch Konjunkturpaket beschleunigt werden

Das beschlossene Maßnahmenpaket stelle die Weichen dafür, dass der Bestand von Hamburgs Hochschulen langfristig gesichert werde, betont Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank. „So können die Hochschulen ihr Innovationspotenzial künftig noch besser ausschöpfen. Denn klar ist: Wissenschaft und Forschung leisten gerade im Zuge der Pandemie Unglaubliches. Es ist an uns, für diese wichtige Arbeit ein passendes, modernes Umfeld zu schaffen“, so Fegebank weiter. 

Zudem sollen die Hochschulgebäude künftig in ein langfristig tragfähiges Mieter-Vermieter-Modell überführt und durch die städtischen Realisierungsträger GMH (Gebäudemanagement Hamburg) und Sprinkenhof bewirtschaftet werden. Auch dies soll mit den zusätzlichen Mitteln aus dem HWSP vorbereitet werden. Das Mieter-Vermieter-Modell sieht eine klare Trennung von Nutzern und stadteigenem Gebäudemanagement vor. Dabei wolle man die Erfolge aus dem Schulbau auf die Wissenschaft übertragen und die positiven Erfahrungen aus den Bereichen Kultur und Justiz nutzen, erklärte Finanzsenator Andreas Dressel.
tn/sb

Das Hamburger Wirtschaftsstabilisierungsprogramm (HWSP)

Mit dem HWSP will der Senat Hamburger Unternehmen aus der Corona-Krise helfen und ihnen langfristige Perspektiven ermöglichen. In den Jahren 2021 und 2022 sollen insgesamt rund 900 Millionen Euro in diverse kurzfristig wirksame bzw. vorgezogene städtische Maßnahmen gelenkt werden, um einen Beitrag dazu zu leisten, dass insbesondere die Hamburger Wirtschaft aus der Corona-Krise kommt. Im Mittelpunkt des Programms stehen insbesondere die Zukunftsthemen Klimaschutz, Mobilitätswende, Digitalisierung, Forschung, Bildung und Innovation. 

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