Energiewende-Zentrum CC4E wird feste Einrichtung der HAW Hamburg

Das CC4E nimmt innerhalb der Metropolregion Hamburg eine wichtige Schnittstellenfunktion im Bereich der Erneuerbaren Energien wahr
15. Februar 2021
Georgswerder

Es ist eine Erfolgsgeschichte: Das Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) der HAW Hamburg beschäftigt sich bereits seit 2008 mit nachhaltigen Lösungen für einen wirksamem Klima- und Umweltschutz. Mittlerweile rund 100 Mitarbeiter*innen nehmen sich hier interdisziplinär den gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen der Energiewende an. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das CC4E so zu einer der bedeutendsten wissenschaftlichen Einrichtungen für die Energiewende in Norddeutschland. Jetzt hat das Zentrum aufgrund des stetigen Wachstums gemäß des Hamburger Hochschulgesetzes eine neue Organisationsform erhalten: Seit Beginn des Jahres ist das CC4E eine feste wissenschaftliche Einrichtung an der Hochschule für angewandte Wissenschaft HAW Hamburg. 

Wichtiges Signal für den Wissenschaftsstandort Hamburg

„Durch die vielfältigen Forschungsprojekte des CC4E und dessen enge Verbindung zur Wirtschaft und Politik hat die HAW Hamburg im Bereich des Klimaschutzes deutlich an Profil und Reputation auch gegenüber anderen Hochschulen gewonnen“, so Micha Teuscher, Präsident der HAW Hamburg. Der Status als wissenschaftliche Einrichtung  würde die besondere Bedeutung des CC4E innerhalb und außerhalb der HAW Hamburg künftig noch stärker herausstellen und sei ein wichtiges Signal für den Wissenschaftsstandort Hamburg. Die Kernkompetenzen des CC4E liegen in den Bereichen Windenergie, Sektorkopplung, Wärme, Energiespeicher, Digitalisierung, Systemintegration und gesellschaftliche Akzeptanz. Zu den Meilensteinen des Competence Centers zählen die Eröffnung des Energie-Campus in Bergedorf sowie die Inbetriebnahme des Windparks Curslack.

 

CC4E
© HAW Hamburg
Energie-Campus in Bergedorf

CC4E koordiniert Verbundprojekte für die Energiewende

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, die die neue Organisationsform als Festigung der Arbeit des CC4E bezeichnete, sagte: Als wichtige Impulsgeberin bindet das Competence Center Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam ein und stärkt so den Wissenstransfer auf dem Weg zur Energiewende.“ 

2015 wurde das Technologiezentrum Energie-Campus in Hamburg-Bergedorf eröffnet, 2017 folgte die Inbetriebnahme des Windparks Curslack. Die enge Partnerschaft mit Unternehmen, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen und die daraus resultierenden Kompetenzen befähigen das CC4E, komplexe Verbundprojekte für die Energiewende zu koordinieren.

 

Dazu gehörte beispielsweise von 2016 bis 2020 das durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte Verbundprojekt „Norddeutsche EnergieWende 4.0“ (NEW 4.0). Hieraus hervorgehen soll nun das Norddeutsche Reallabor, ein Verbund aus 50 Partnern, in dem die Sektorkopplung, insbesondere mit Wasserstoff, im industriellen Maßstab erprobt wird, um die Energiewende im Norden voranzutreiben.
tn/sb/kk