Digitalisierung: UKE baut Telemedizin weiter aus

Oberärzt*innen des UKE beraten norddeutsche Kliniken per Video-Übertragung. Nun auch intensivmedizinische Visiten möglich
09. Dezember 2021
Telemedicine

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) baut sein telemedizinisches Angebot weiter aus. Das Klinikum bietet nun auch Visiten im Bereich der Intensivmedizin über Audio- und Video-Übertragungen an. Oberärzt*innen des UKE würden so andere Krankenhäuser in Norddeutschland beraten und sich mit den dort arbeitenden Ärzt*innen austauschen können, heißt es in einer Mitteilung. Erste tele-intensivmedizinische Visiten mit kooperierenden Kliniken hätten bereits erfolgreich stattgefunden. Ziel des Ausbaus der Telemedizin sei es, die Versorgung intensivpflichtiger Patient*innen in der Metropolregion Hamburg zu optimieren.

Telemedizin soll Teil des klinischen Alltags werden

„Gerade während der Corona-Pandemie kommt es in Deutschland immer wieder zu einer erheblichen Beanspruchung der intensivmedizinischen Kapazitäten“, erklärt Prof. Dr. Stefan Kluge, Direktor der Klinik für Intensivmedizin des UKE. Für eine erfolgreiche Therapie seien neben ausreichenden Betten jedoch auch ausreichend Spezialist*innen, die das Krankheitsbild behandeln können, nötig. Die Tele-Intensivmedizin biete dafür eine Lösung.

„Intensivpatient*innen können so in weniger hochspezialisierten Kliniken vor Ort bleiben und zugleich vom Wissen unserer UKE-Expert*innen profitieren“, so Kluge. Die Oberärzt*innen des UKE würden über ein Videoprogramm in Echtzeit ans Patient*innenbett in anderen Krankenhäusern zugeschaltet werden können. „Wir sind überzeugt, dass tele-intensivmedizinische Visiten auch nach der Pandemie Teil des klinischen Alltags sein werden", so Kluge.
tn/sb/kk

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