Elbphilharmonie Hilfsfonds soll freie Musiker unterstützen

Finanzielle Unterstützung trotz abgesagter Konzerte. Hilfsfonds sammelt nicht zurückgeforderte Eintrittsgelder für in Not geratene Künstler
29. April 2020
Elbphilharmonie

Solidarität in Zeiten von Corona: Die drei größten Veranstalter von Konzerten in der Elbphilharmonie und Laeiszhalle, die HamburgMusik gGmbH, der NDR und die Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette, haben am 8. April den ‚Elbphilharmonie Hilfsfonds’ ins Leben gerufen. Mit dem Fonds sollen Selbstständige aus der Musikbranche, die von Konzertabsagen aufgrund der Corona-Pandemie betroffen sind, unterstützt werden. Die Mittel des Fonds stammen von Kartenkäufern, die schriftlich auf die Erstattung des Kaufpreises für Einzeltickets der Fonds-Gründungspartner verzichten.

Freiberufliche Musiker, Musikpädagogen oder Bühnenkünstler aller Nationalitäten, die von Veranstaltungsabsagen in Elbphilharmonie und Laeiszhalle aufgrund der geltenden Allgemeinverfügung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg betroffen sind, können sich ab sofort online für eine Förderung aus dem ‚Elbphilharmonie Hilfsfonds’ bewerben.

Elbphilharmonie Hilfsfonds unbürokratisch gegründet

„Ich freue mich sehr, dass wir diesen Hilfsfonds so schnell und unbürokratisch gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Es steht bereits ein niedriger sechsstelliger Betrag zur Verfügung, mit dem wir sofort loslegen können“, sagte Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie und Laeiszhalle. Die höchste Fördersumme beträgt 2.500 Euro, unabhängig von der Anzahl der abgesagten Konzerte.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein sogenanntes Steering Committee, dem Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant von Elbphilharmonie und Laeiszhalle, Burkhard Glashoff, Geschäftsführer der Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette, sowie Achim Dobschall, Leiter des Bereichs Orchester, Chor, Konzerte beim NDR, angehören.
js/sb/kk

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