Arzneimittelforschung: Hamburg fördert Evotec mit 4 Millionen Euro

Biotech-Unternehmen will neue Screening-Anlagen errichten. Forschung zu Medikamenten gegen Covid-19 im Fokus
04. April 2022
Arzneimittel

Das Biotech-Unternehmen Evotec erhält für die Erweiterung seiner Arzneimittelforschung vier Millionen Euro von der Stadt Hamburg. Mit den Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sollen nach Angaben der Wirtschaftsbehörde zwei neue Hochdurchsatz-Screening-Anlagen in der Hamburger Unternehmenszentrale von Evotec errichtet werden. Hochdurchsatz-Screening (HTS) ist eine automatisierte Technologie zur Entdeckung neuer therapeutischer Wirkstoffe, mit der innerhalb kurzer Zeit eine große Anzahl von Kombinationen verschiedener Substanzen getestet werden kann.

Evotec: Forschung zu Covid-19 und zukünftigen Pandemien im Fokus

Evotec wolle die neuen Anlagen unter anderem dafür einsetzen, um die Forschung und Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19 zu beschleunigen und den Forschungsstandort Hamburg zu stärken, so Evotec-CEO Werner Lanthaler. Er betont: „Mit unseren erweiterten HTS-Anlagen und den zusätzlichen Geräten können wir noch mehr Partnerschaften, gerade auch mit kleineren Unternehmen, eingehen und somit die Erforschung und Entwicklung neuer Therapeutika noch effizienter unterstützen.“ Geplant sei zudem die Weiterentwicklung der Evotec-eigenen, weltweiten Netzwerkinitiative PRROTECT (Pandemic Preparedness and Rapid Response Technology Platform), die eine bessere Vorbereitung auf mögliche zukünftige Pandemien gewährleisten soll.

Evotec wurde 1993 in Hamburg gegründet und brachte im Jahr 2000 eines der ersten Systeme für Hochdurchsatz-Screening auf den Markt. Das Unternehmen beschäftigt laut eigenen Angaben aktuell mehr als 4.000 Mitarbeiter*innen an seinen Standorten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich und in den USA.
tn/sb