App warnt: Jetzt lüften! Breeze entwickelt Corona-Prävention mit KI

Hamburger Startup bietet Tool zum Management und Monitoring der Luftqualität am Arbeitsplatz – mithilfe von IoT und KI
25. Januar 2021
Breeze-Team

Richtiges und regelmäßiges Lüften kann das Risiko einer Covid-19-Infektion in Innenräumen deutlich reduzieren, so das Umweltweltbundesamt (UBA). Ein Indikator für verbrauchte Luft ist die CO-Konzentration, verursacht durch ausgeatmete Luft. Das UBA empfiehlt, in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut, dass die CO2-Konzentration in Innenräumen keinesfalls den Wert von 1.000 ppm (Parts-per-million) überschreiten sollte. – Auf Basis dieser Erkenntnisse will auch das Cleantech-Startup Breeze Technologies einen Beitrag im Kampf gegen Corona leisten. Das auf IoT-Luftqualitätssensoren und Cloud-Software zur Visualisierung und Auswertung von Echtzeit-Daten spezialisierte Hamburger Unternehmen hat einen „Corona-Präventionsmodus“ gelauncht. Per App wird gewarnt, wenn gelüftet werden muss. Zu einem der ersten Nutzer gehört der Digital Hub Logistics in der Speicherstadt.

Breeze: Corona-Präventionsmodus weist auf notwendiges Lüften hin

Basierend auf aktuellen medizinischen Studien, einer aktiven CO2-Messung und weiteren Parametern, misst das Cleantech mit den eigens entwickelten Sensoren die Luftqualität in Echtzeit, so die Gründer. Dabei setzt das Team auf künstliche Intelligenz, um Fehlmessungen automatisch zu erkennen und herauszufiltern. Dabei zeige das neue Dashboard, das als App für Displays, Tablets und weitere Endgeräten verfügbar ist, auf einen Blick, ob die Empfehlungen des UBA für eine ausreichende Frischluftzufuhr eingehalten werden. Das heißt: Die App warnt, wenn gelüftet werden muss. „Wir wollen mit unserer neuen Lösung einen Beitrag zur Bewältigung der aktuellen Corona-Krise leisten. Schon vor Corona sind wir bei Facility- und Flächenmanagern beim Thema Luftqualität auf viele Fragezeichen gestoßen. Beim Design des Corona-Präventionsmodus stand die Verständlichkeit und Nachvollziehbarkeit für unsere Nutzer an allererster Stelle. So kann das Gebäudemanagement, aber auch jeder Flächennutzer, einfach die ausreichende Zufuhr von Frischluft im Blick behalten und bei Bedarf agieren“, erklärt Breeze-CEO und Mitgründer Robert Heinecke.

Digital Hub Logistics Hamburg einer der ersten Anwender

Der Digital Hub Logistics Hamburg ist einer der ersten Nutzer der neuen Funktion. Geschäftsführer Johannes Berg berichtet: „Es ist unsere oberste Priorität, die Nutzer*innen unserer Räumlichkeiten und insbesondere unseres Co-Working-Spaces zu schützen. Die Lösung von Breeze passt perfekt in unser Präventionskonzept und ist eine tolle Motivation für alle Beteiligten, für ausreichend Frischluft zu sorgen.“ Im April 2020 hat Breeze im Westen Hamburgs eines der dichtesten Luftmessnetze der Welt gestartet. Die gesammelten Luftdaten sind auf einer digitalen Karte einsehbar.
sb/kk