Zwei Jahre Corona-Schutzschirm: Hilfsprogramme werden verlängert

Über 10 Milliarden Euro an Hamburgs Wirtschaft ausgezahlt. Mehr als 20 verschiedene Programme
09. März 2022
Aerial view of City Hall, Hamburg

Nach zwei Jahren Corona-Schutzschirm hat der Hamburger Senat eine positive Zwischenbilanz gezogen. Über 20 verschiedene Hilfsprogramme in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Sport hätten entscheidend dazu beigetragen, die Hansestadt gut durch die Krise zu manövrieren. Bislang seien mehr als 10 Milliarden Euro zur Krisenbewältigung an die Hamburger Wirtschaft geleistet worden davon 3 Milliarden Euro direkte Wirtschaftshilfen und 7 Milliarden Euro steuerliche Hilfen. Die für die Auszahlung der Hilfen zuständige Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) habe insgesamt rund 133.000 Anträge auf Corona-Hilfen gezählt. Zu Gute gekommen seien die Zuschüsse Soloselbständigen, mittelständischen Unternehmen und Startups, aber auch Kultureinrichtungen und Sportvereinen.

Corona-Schutzschirm bleibt aufgespannt

Die „maßgeschneiderten Hilfen“ von Bund und Hamburg hätten vielfach die Zukunft von Unternehmen und Arbeitsplätzen gesichert, sagte Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. Deshalb bleibe der Corona-Schutzschirm auch in den kommenden Monaten mit laufend angepassten Programmen aufgespannt. So würden unter anderem die Überbrückungshilfe IV und die Neustarthilfe 2022, deren Auszahlung in den letzten Tagen begann, bis zum 30. Juni verlängert. Weiter im Angebot seien zudem etwa der Neustartfonds für City und Zentren, der Fonds Frei_Fläche für leerstehende Läden in der Innenstadt sowie der Corona Recovery Fonds (CRF) für Kleinunternehmer. Im Kulturbereich stehe Hamburg im Dialog mit dem Bund, um Programme zu verlängern und weitere Hilfen zu entwickeln.

Finanzsenator Andreas Dressel erklärte, auch bei den Abrechnungsverfahren der geleisteten Hilfen die Interessen der Wirtschaft im Blick zu haben. „Wir wollen niemand, den wir in 2020 gerettet haben, jetzt unverschuldet in eine neue Notlage stürzen“, so Dressel. Zinsen für Fördernehmer würden deshalb künftig nur noch bei Nichteinhalten der Mitwirkungspflichten und in Betrugsfällen anfallen. Dies sei „ein erneut weitreichendes Entgegenkommen.“
tn/sb/kk

IFB Hamburg

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