Weniger Alltagsstress durch Corona

Eine Studie zeigt, dass die Maßnahmen infolge der Corona-Krise auch positive Folgen haben
30. April 2020
Weniger Alltagsstress

Die aktuelle Situation und die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben das Leben verändert. Das Ergebnis der repräsentativen Studie mit 3.599 Teilnehmern der Tankstellenkette HEM (Deutsche Tamoil GmbH) mit Sitz in Hamburg zeigt aber, dass die Krise in einigen Teilen des Lebens auch erfreuliche Auswirkungen hat: Jeder vierte Deutsche gibt an, trotz Kontaktverbot, mobilem Arbeiten und häuslicher Kinderbetreuung weniger Stress im Alltag zu haben. Die zusätzliche Zeit wird zum Spazierengehen, Kochen, für Gartenarbeit und Telefonieren genutzt. Außerdem hat sich bei über der Hälfte der Teilnehmer ihr allgemeines Bewusstsein verändert. Ein Drittel der Befragten kann sich über die kleinen Dinge im Leben freuen und schafft es, positiv nach vorne zu blicken.

Maskenpflicht spaltet

Die ersten Lockerungen, die die Bundesregierung am 15. April bekannt gegeben hat, befürworten 61 Prozent der Befragten. Über die Hälfte der repräsentativen Gruppe möchte das Angebot der wieder geöffneten Geschäfte nutzen. Die bundesweite Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und Einzelhandel spaltet die Gemüter: 45 Prozent der Teilnehmer empfinden einen Mund-Nasen-Schutz als angemessen, 42 Prozent erachten die Maskenflicht als überflüssig. 

Die Deutschen zeigen Solidarität

Besonders positiv hervorzuheben ist die Solidarität, Hilfsbereitschaft und Empathie, die die Deutschen zeigen. So unterstützen über 80 Prozent der Befragten zurzeit gezielt lokale Einzelhändler und Restaurants, während immerhin 14 Prozent der Befragten ihre Hilfsbereitschaft durch Einkäufe für ältere Personen zur Geltung bringen.
js/kk

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