Social-Startup Recyclehero mit Pfandrad für den guten Zweck unterwegs

Noch bis zum 29. November Pfand abholen lassen und spenden. Teil der Fahrradkampagne „Fahr ein solidarisches Hamburg“
24. November 2020
Pfandrad-Lastenrad

Die Gründer Alessandro Cocco und Nadine Herbrich von Recyclehero kombinieren eine Last-Mile-Lösung mit einem sozialen Anspruch: Der Abholservice für Altpapier, Altglas und Pfandflaschen erfolgt per Lastenrad und soll Arbeitslosen und Geflüchteten einen niedrigschwelligen Eintritt in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Durch die Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen kann sich einerseits im Homeoffice einiges an Pfand ansammeln, andererseits fehlt es aktuell gerade den Menschen an Unterstützung, die kein Zuhause haben und gewissermaßen auf Pfand angewiesen sind. 

Die Aktion Pfandrad soll Gutes tun: Im Rahmen der Fahrrad-Kampagne „Fahr ein solidarisches Hamburg“ holt Recylehero den Pfand mit einem Lastenrad kostenlos bei Hamburger*innen ab. Der komplette Pfanderlös fließt in den Verein „Leben im Abseits e. V.“ Die Aktion läuft noch bis zum 29. November 2020.

So funktioniert das Pfandrad

Die Terminfindung für das Pfandrad erfolgt einfach per Kontaktformular. Wichtig ist, dass die Abholung erst ab einer Mindestmenge von 25 Pfandlaschen erfolgen kann. Die Mitnahme von Papier und Altglas ist nach wie vor kostenpflichtig. Auskunft zum Abholgebiet sowie weitere Details gibt es direkt bei Recyclehero. – Das Pfandrad ging im Juni 2020 zum ersten Mal auf Tour im Hamburger Stadtgebiet: Innerhalb von zwei Wochen wurden rund 7.000 Pfandflaschen abgeholt. Dadurch kamen nach Aussage der Initiatoren bereits im ersten Durchgang etwa 1.300 Euro für den Obdachloseneinrichtung „Leben im Abseits e. V.“ zusammen. 

Recyclehero will Brückenbauer in den ersten Arbeitsmarkt sein

Das soziale Startup Recyclehero will die umweltverträgliche Entsorgung von wiederverwertbaren Materialien vorantreiben. Dafür holen sie Altglas, Altpapier und Pfand per Elektro-Lastenrad von privaten und gewerblichen Kunden ab und entsorgt die Wertstoffe gegen eine Gebühr fachgerecht. Für diese Mission beschäftigt das 2018 in Hamburg gegründete Unternehmen zumeist sozial und finanziell benachteiligte Menschen, um ihnen die Integration in die Gesellschaft zu erleichtern. Im Zuge der Corona-Pandemie habt das Gründerduo die Fahrräder kurzerhand umfunktioniert, um mit dem Projekt „Straßensuppe“ Obdachlosen mit Suppen und Hygieneartikeln zu versorgen. 

Der Erlös des Pfandrads fließt direkt und ohne Umwege in den Sozialfonds von Leben im Abseits e.V. Mit diesem Sozialfonds leistet der Verein Obdachlosen finanzielle Hilfe, um sie bei der Rückkehr ins Regelsystem und danach finanziell zu unterstützen.
sb