Music WorX Gründerpreis 2020 geht an Blockchain-Startup

„Blockchain My Art“ gewinnt Abschluss-Pitch des Music WorX Accelerators mit Blockchain-basierter App, die für Transparenz bei Kulturevents sorgt
26. November 2020
Symbolbild Musikwirtschaft

In diesem Jahr fand der Abschluss-Pitch des Music WorX Accelerators im digitalen Raum statt. Den Höhepunkt bildete die Verleihung des Music-WorX-Förderpreises 2020, der an das Leipziger Gründerteam von „Blockchain My Art“ ging. Die Auszeichnung, die sich an junge, innovative Unternehmen aus der Musikbranche richtet, wurde dieses Jahr zum zehnten Mal verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Der von der Behörde für Kultur und Medien und der Hamburg Kreativ Gesellschaft iniitierte Music WorX Accelerator richtet sich an Gründer*innen aus ganz Europa, die ihr Startup in Hamburg realisieren wollen.

Music WorX Gründerpreis: Blockchain-basierte App für transparente Kulturevents

Das Gründerduo um Enrico Mina und Maxim Faget überzeugte die achtköpfige Fachjury mit ihrem Konzept einer auf Blockchain-Technologie basierenden App, die Produktionsketten und Verteilungsschlüssel bei Kulturevents transparent macht – für Organisator*innen als auch für das Publikum. Besucher*innen sollen mit der Smartphone-Anwendung erfahren, was mit ihrem Geld passiert und Veranstalter*innen können via Blockchain-My-Art-App mit Teammitgliedern kommunizieren, das Ticketing abwickeln sowie alle Transaktionen im Blick behalten. Mit ihrer Idee setzten sich die deutsch-französischen Gründer gegen die Konkurrenz aus Mannheim, Bochum und Kiel durch.

Potenzial der Hamburger Musikbranche fördern

Um die aktuellen Herausforderungen für die Musikbranche zu meistern, brauche es innovative Ansätze und vor allem gute Rahmenbedingungen für junge Unternehmen und die Gründerszene, so Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit unserem Förderprogramm Music WorX setzen wir nun bereits im zehnten Jahr genau dort an und wollen auch in diesen schwierigen Zeiten sicherstellen, dass kreatives Arbeiten weitergehen kann und das Potenzial der hiesigen Musikbranche nicht verloren geht.“ Auch Egbert Rühl, Geschäftsführer Hamburg Kreativ Gesellschaft, betont „wie wichtig die grundlegende Befassung mit Innovationen ist, die nicht aus traditionellen Forschungs- und Entwicklungs-Schemata kommen.“     

Platz zwei für Platform, die Musikindustrie mit Influencer*innen verbindet

Ein zweites Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro ging an Muvid. Das Bochumer Startup verbindet die Musikindustrie mit TikTok-Influencer*innen. So können zum Beispiel Labels und Künstler*innen auf der Muvid-Plattform ihre Musik in einem digitalen Katalog platzieren. Aus dieser Musikkatalog wählen Influencer*innen Songs aus, um sie gegen Entlohnung für ihre Videos verwenden.

Neben Blockchain My Art und Muvid nahmen onTrack und ClubFinder am Music WorX Accelerator 2020 teil, der im Music WorX Pitch 2020 seinen Abschluss fand. Die Gründer durchliefen in einem Zeitraum von drei Monaten ein intensives Qualifizierungsprogramm. Mittels Workshops, Vernetzungsangeboten, Coachings und finanziellen Zuschüssen entwickelten die Teams ihrer Unternehmenskonzepte weiter. Bedingt durch die Corona-Pandemie fand der Accelerator erstmalig in großen Teilen nicht in Hamburg sondern remote in Form von Videoseminaren statt.
sb

Music WorX Accelerator

Mit Music WorX fördert die Behörde für Kultur und Medien Hamburg seit 2011 gezielt die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle in der Musikwirtschaft. Seit 2014 veranstaltet sie zusammen mit der Hamburg Kreativ Gesellschaft den Music WorX Accelerator. Das Programm wendet sich primär an Hamburger Gründer*innen. 2017 wurde der Accelerator geöffnet für Gründungswillige aus ganz Europa, die ihr Startup in der Hansestadt realisieren möchten. Erfolgreiche Unternehmen wie Sofa Concerts, Groovecat/Cyanite, Fanvestory, Soundnotation und Noys VR wurden bereits mit diesem Programm gefördert.