Elbtourismus: EU fördert digitales Info-Angebot zur Industriekultur

Metropolregion Hamburg will Medienangebot zur Industriekultur entlang der Elbe ausbauen. Denkmäler bleiben Besucher*innen bislang oft verborgen
28. Februar 2022
Dömitzer Eisenbahnbrücke

Die Metropolregion Hamburg erhält zusätzliche EU-Fördermittel, um ihr digitales Tourismusangebot zur Industriekultur entlang der Elbe auszubauen. Hauptziel der Förderung in Höhe von 43.000 Euro sei es, die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit der regionalen Industriekultur für den Tourismus zu erhöhen und sie dauerhaft als Ausflugsziel zu etablieren. Bislang würden die Denkmäler außerhalb des alle zwei Jahre stattfindenen Festivals „Tage der Industriekultur am Wasser“ Besucher*innen oftmals verborgen bleiben, obwohl sie aufgund ihrer naturnahen Lage einen hohen touristischen Wert besäßen.

Metropolregion Hamburg entwickelt digitales Angebot zur Industriekultur entlang der Elbe

Mit den Fördergeldern will die Metropolregion Hamburg nach eigenen Angaben erproben, wie ein zusätzliches digitales und multimediales Angebot über die Industriekultur-Festivals hinaus aussehen könnte. Bislang seien die „Schätze der Industriekultur“ meist klassisch beworben worden. Derzeit werde ein Konzept entwickelt, das Besucher*innen in digitaler Form die Industriekultur mit vorhandenem Audio- und Filmmaterial näher bringen soll. Als Vorbild diene das rein digitale „Water Museum of Venice“ aus Venedig, das mit Audiosequenzen und Videos die Geschichte des kulturellen und technischen Erbes entlang der venezianischen Gewässer erzählt.

Die EU-Förderung der Hamburger Vorhabens erfolgt im Rahmen des europäischen Flusstourismus-Projekts Star Cities, das auch außerhalb der touristischen Zentren attraktive Angebote für Tourist*innen schaffen will. An dem Projekt sind neben der Metropolregion Hamburg auch Stadtregionen wie Rom und Paris beteiligt.
tn/sb