Corona-Schutzschirm: Senat zieht positive Zwischenbilanz

Hamburger Corona-Hilfen in der Höhe von rund 4,5 Milliarden Euro geleistet. Weitere Programme in Planung, darunter Digitalbonus
09. September 2020
City Hall Hamburg

Hamburg hat im Zuge der Corona-Pandemie eine Reihe von Unterstützungsangeboten für die Wirtschaft, für Vereine, Institutionen und Kulturschaffende auf den Weg gebracht, flankiert durch Programme des Bundes. Knapp ein halbes Jahr nach dem Start des Hamburger Corona-Schutzschirms wurden bislang Hilfsmaßnahmen im Volumen von rund 4,5 Milliarden Euro auf den Weg gebracht. Den größten Anteil haben dabei die steuerlichen Hilfen: Steuer-Vorauszahlungen wurden in einem Volumen von 2,65 Milliarden Euro herabgesetzt. Insgesamt haben die steuerlichen Hilfen eine Finanzwirksamkeit von 3,85 Milliarden Euro. Im Rahmen der Ende Mai ausgelaufenen Hamburger Corona-Soforthilfe wurden rund 520 Millionen Euro ausgezahlt (davon rund 208 Millionen Euro Landesmittel). Ein weiteres Unterstützungsangebot umfasst die Stundung von Mieten durch Hamburgs Öffentliche Unternehmen: So wurden rund 1.000 Anträge im Volumen von über 30 Millionen Euro gestellt. Im Rahmen des Hamburger Konjunktur- und Wachstumsprogramms (#HKWP2020) werde mit Hochdruck an weiteren Bausteinen gearbeitet.

Corona-Hilfen: Bilanz und Ausblick

„Die Zahlen machen deutlich, wie sehr die Corona-Pandemie unser Wirtschaftsleben weiter herausfordert“, berichtet Finanzsenator Andreas Dressel. „In unseren Anstrengungen dürfen und werden wir nicht nachlassen, auch wenn der Rahmen in den nächsten Jahren enger wird. Mit Hochdruck arbeiten wir beispielsweise am Start des Hamburger Stabilisierungsfonds, der mittleren Unternehmen in Hamburg Unterstützung bietet, die nicht unter das Dach des Wirtschaftsstabilisierungsfonds des Bundes fallen." Darüber hinaus seien im Zuge des Hamburger Konjunktur- und Wachstumsprogramm ein Hamburger Digitalbonus sowie eine Reform der Einfuhrumsatzsteuer in Vorbereitung.

Erheblich Luft nach oben sehen wir noch bei der Überbrückungshilfe des Bundes", so Dressel weiter. Bislang wurden in Hamburg lediglich rund 2.000 Anträge gestellt und 921 mit einem Volumen von 16,5 Millionen Euro bewilligt. Er appelliert: Nicht nur in der gesundheitlichen Corona-Bekämpfung sondern auch in der wirtschaftlichen und finanziellen Folgenbewältigung müssen Bund, Länder und Kommunen unbedingt weiter Hand in Hand agieren."

Hamburgs Kunst- und Kreativszene erhalten

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann ergänzt: „Besonders kleine innovative Betriebe oder Startups sind weiterhin auf unsere Hilfe angewiesen. Gerade in Zeiten der Krise müssen wir auf Kreativität und Innovationskraft setzen. Um den Zukunftsherausforderungen begegnen zu können, spielt das innovative Potenzial einer Region eine große Rolle. Da ist jeder Cent gut angelegt."
sm/sb