Das sind die Gewinnerinnen des Female StartAperitivo

Acht von Frauen geführte Startups standen beim Finale auf der Bühne. Gewinnerinnen kommen aus Lüneburg und Hamburg. So geht es weiter
23. September 2022
Zwei Gründerinnen im Büro

Es war das große Finale eines langen Wettbewerbs. Acht von Frauen geführte Startups aus vier norddeutschen Bundesländern traten am Mitte September gegeneinander an, um beim Female StartAperitivo zu gewinnen. Den ersten Platz sicherte sich Hempy Period. Das Lüneburger Startup stellt Tampons aus Hanf her. Zudem schafften es zwei Hamburgerinnen auf das Siegertreppchen: Inospec und Tœrn überzeugten das Publikum mit dem „kleinsten Breitbandspektrometer der Welt“ und einer nachhaltigen Logistik-Lösung. So war das Finale im Hamburger Musikclub Knust auf St. Pauli.

Gründerinnen treffen auf Investor:innen: Hempy Period überzeugt mit Hanf-Tampons

Ziel des Wettbewerbs Female StartAperitivo ist, Gründerinnen und Investor:innen näher zusammenzubringen. In der meist durch Männer dominierten Startup-Szene haben es Gründerinnen oftmals schwerer, Finanzierungen für ihre Geschäftsideen zu erhalten. Der Hauptveranstalter, Hamburg Investors Network, will genau das ändern und machte mit dem Event deutlich: Für Frauen ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt zum Gründen. Und: Investor:innen sollten auf ihre lohnenswerten Ideen setzen. So zum Beispiel auf die Siegerinnen des Abends, Hempy Period. Amelie Harm, Chiara Kracklauer und Agnes Maria Pau entwickeln derzeit einen Tampon-Prototypen aus Hanf, der einfacher abgebaut werden könne und damit klimafreundlicher sei. Hierfür benötigt das Gründertrio rund 35.000 Euro.

Winners of Female StartAperitivo 2022
© Mathias Jäger, hhstartups
Die Gewinnerinnen des Female StartAperitivo 2022

Inospec und Tœrn unter den Top 3

Was passiert mit meiner Hose, die ich online bestellt habe, mir aber nicht passt? Anstatt sie zurück zum Onlineshop zu schicken, könnte sie auch direkt weiterverkauft werden, um Versandkosten und CO2-Emissionen einzusparen. Eva Aumüller aus Hamburg stellte ihre Logistik-Lösung Tœrn und sicherte sich damit den dritten Platz.

Eine weitere Hamburgerin belegte den zweiten Platz: Dr. Ekaterina Zapolnova von Inospec. Das von ihr entwickelte Breitbandspektrometer sei durch seine überschaubare Größe sowohl platz- als auch kostensparend. Über die beiden Startups haben die Hamburg News bereits im Vorfeld berichtet.

Female StartAperitivo wird zu bundesweitem Wettbewerb ausgebaut

Im Kern vieler Geschäftsideen des Abends stand das Thema Nachhaltigkeit. Darunter waren zum Beispiel eine App für nachhaltiges Einkaufen von Sustomer aus Lübeck, Papierzellstoff aus Ananas-Abfällen von Ecofibr (Hannover), oder Insektenzucht als Proteinquelle von Inova Protein, aus der Nähe von Rostock. Da die Startups sich in unterschiedlichen Phasen befinden, reichte der Finanzierungsbedarf der Gründerinnen von den bereits erwähnten 35.000 Euro bis zu 20 Millionen Euro. Im Laufe dieses Jahres sind weitere Workshops und Masterclasses im Zuge der Initiative Female StartAperitivo geplant. Im nächsten Jahr soll das Event dann erstmals bundesweit stattfinden und Gründerinnen aus ganz Deutschland nach Hamburg holen.
nj/sb