UKE koordiniert neues deutsches Zentrum für Kindergesundheit

Neues Forschungsnetzwerk für bessere Therapie von Kindern und Jugendlichen. Bund fördert Konzeptentwicklung mit 500.000 Euro
25. März 2021
UKE

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist als Standortkoordinator des neuen Deutschen Zentrums für Kinder- und Jugendgesundheit ausgewählt worden. Wie das Bundesforschungsministerium bekannt gab, soll das UKE in einem Verbund mit anderen Krankenhäusern ein Konzept für das neue Forschungszentrum erarbeiten. Das Ministerium werde die Konzeptentwicklung demnach mit 500.000 Euro fördern. Ziel sei es, bei Kindern und Jugendlichen auftretende Krankheiten besser bekämpfen zu können und Forschungsergebnisse schneller in die Praxis zu bringen.

Neue Ansätze für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen

„Durch die Zusammenarbeit der besten Kinderärzte und Grundlagenwissenschaftler im Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendgesundheit wird es gelingen, neue Ansätze zur Diagnosestellung und Behandlung für Kinder zu entwickeln, die an seltenen und sehr schweren Erkrankungen leiden", sagt Prof. Dr. Ania C. Muntau, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE. Das UKE hatte sich neben 22 weiteren Standorten beworben und wurde nach einem mehrstufigen Verfahren vom Bundesforschungsministerium als Koordinator für Hamburg ausgewählt. Auch das Altonaer Kinderkrankenhaus und das Heinrich-Pette-Institut sind beteiligt. Zu den weiteren Standorten zählen Berlin, Göttingen, Greifswald, Leipzig, München und Ulm.

UKE an Forschungsnetzwerk beteiligt

Innerhalb von sechs Monaten soll das Forschungsnetzwerk ein Gesamtkonzept für das neue Zentrum erarbeiten. Ziel sei es, eine Strategie zur Forschung und Zusammenarbeit der Standorte sowie konkrete inhaltliche und strukturelle Ziele für den Aufbau des Zentrums zu entwickeln. Künftig soll so die Diagnostik, Behandlung und Prävention in der Kinder- und Jugendgesundheit sowie bei psychischen Erkrankungen verbessert werden. „Viele Kinder leiden unter seltenen Krankheiten, zu der die Forschung häufig noch keine Antworten kennt.", sagt Hamburgs Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank. „Das neue Forschungsnetzwerk hilft uns – besonders im Norden Deutschlands – diese Lücken zu schließen und innovativen Therapieansätzen deutlich näher zu kommen."
tn/sb