LKW-Wasserstofftankstelle in Lübeck geplant

Regionale Unternehmen unterzeichnen Absichtserklärung. Mit dem Vorhaben sollen ab 2023 mehr als 2.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden
04. März 2022
LKW-Verkehr

Der Wasserstofftankstellen-Ausbau in der Metropolregion Hamburg schreitet weiter voran. In Lübeck soll bis 2023 eine Wasserstofftankstelle für den Schwerlastverkehr realisiert werden, wie das schleswig-holsteinische Wasserstoff-Unternehmen Hypion bekannt gab. Eine entsprechende Absichtserklärung unter der Federführung Hypions, der Logistik-Initiative Schleswig-Holstein und der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck sei Ende Februar unterzeichnet worden. Zum Konsortium zählen den Angaben zufolge außerdem mehrere regionale Energie-, Logistik- und Industrieunternehmen.

Grüner Wasserstoff für mehr Nachhaltigkeit im Güterverkehr

Zunächst wolle die Gruppe aus insgesamt 14 privatwirtschaftlichen und kommunalen Unternehmen den Aufbau einer funktionierenden Wasserstoff-Wertschöpfungskette – bestehend aus Produktion, Logistik, Verteilung und Anwendung – sicherstellen. Die Fertigstellung der Tankstelle visiere man für 2023 an. Dann könnten etwa durch die Antriebumrüstung von Fahrzeugen aus der Bau- und Logistikbranche „kurzfristig pro Jahr mehr als 2.000 Tonnen CO2“ eingespart werden, so Stefan Rehm, Hypion-Entwicklungsdirektor. Derzeit befinde man sich bezüglich der Planung und Genehmigung des Standorts für die Tankstelle im Austausch mit der Stadt Lübeck.

Insgesamt wolle Hypion innerhalb der nächsten Jahre im Zuge einer Fördervereinbarung mit dem Land Schleswig-Holstein fünf wasserstoffbasierte Mobilitätshubs in Schleswig-Holstein errichten. Bereits im Juni 2021 kündigte das Unternehmen ein entsprechendes Vorhaben in Neumünster an. Mit Wasserstoffantrieben sollen auch schwere Gütertransporte zukünftig CO2-neutral und geräuscharm unterwegs sein können.
tn/sb