Corona, Klimawandel & Co: Hamburger*innen stellen Lösungsansätze vor

Zukunftslabor "UpdateDeutschland": Elf Hamburger Initiativen präsentieren ihre Projektergebnisse für aktuelle Herausforderungen
30. Mai 2022
Aerial view of park

Wie kann es gelingen, gestärkt aus der Corona-Pandemie hervorzugehen? Und wie könnte ein krisenfestes, klimaneutrales und demokratisches Deutschland im digitalen Zeitalter aussehen? Für diese und weitere Fragen suchten Bürger*innen im bundesweiten Zukunftslabor UpdateDeutschland gemeinsam mit Akteur*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in einem breiten Beteiligungsprozess nach möglichen Lösungsansätzen. Dabei lag der Fokus keineswegs nur auf technologischem Fortschritt, auch soziale und kulturelle Elemente wurden mitgedacht - ganz im Sinne von Hamburgs neuer Regionaler Innovationsstrategie (RIS), deren Vision lautet: Mit Innovationen gemeinsam für eine lebenswerte Stadt. In Kooperation mit der bundesweiten #UpdateDeutschland-Community konnten die geförderten Initiativen ihre Lösungsideen für gesellschaftliche Herausforderungen in die praktische Umsetzung bringen. Mitte Mai präsentierten die elf Hamburger Initiativen ihre Ergebnisse. 

Hamburger Projektteams mit vielfältigen Lösungsansätzen

„Mit der Teilnahme am UpdateDeutschland-Prozess im letzten Jahr hat Hamburg einen ganz neuen Weg der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung beschritten, erklärte Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann. Die Ergebnisse nannte er ein Erfolgsbeispiel, wie aus einem Open-Social-Innovation-Prozess konkrete und langfristige Lösungen erwachsen könnten.

Ob Ansätze für die Bindung von Kohlenstoffdioxid (VIVO Carbon), der Verwertung gespendeter Altkleider (Hanseatic Help e. V.), eine nachhaltige Stadttransformation im Innenstadtbereich (Reallabor Altstadtküste) die Entwicklung von ökologischen Lebensmitteln in der Stadt (Future Food Campus Hamburg) oder einen sozial-ökologischen Supermarkt: Gleich mehrere der elf Hamburger Projektteams setzen sich für mehr Nachhaltigkeit im Alltag ein. Zu den weiteren Projekten zähtlen eine Online-Lernplattform (Chancen CAMPUS Hamburg), ein Labor für Online-Inklusionsbildung (Dialogue Online Inclusion Learning Lab) sowie die Entwicklung einer Alarm-App (Safer.Spaces) und eines neuartigen Sports & Mental Health Labs. Auch an die Nachwuchsförderung dachten die Hamburger Initiativen: Das Netzwerk-Festival „Young Waterkant Festival Hamburg will Jugendliche auf neue Art an Innovations- und Startup-Themen heranführen und die „Hacker School @yourschool bei Schüler*innen die Lust an IT-Themen wecken. 

Update Hamburg
© Behörde für Wirtschaft und Innovation
Michael Westhagemann (Mitte) mit Vertreter*innen der geförderten Initiativen

Initiativen erhalten über 500.000 Euro

Auf einen ersten Förderaufruf im Juni 2021 hatten sich 75 Hamburger Initiativen mit ihren Lösungsideen beworben. Anschließend wurden elf Initiativen von einem Expertengremium ausgewählt und über einen Zeitraum von sechs Monaten von der Stadt Hamburg mit jeweils bis zu 50.000 Euro gefördert. Dabei sollten die Projekte möglichst in den Themen der Regionalen Innovationsstrategie Hamburgs (Gesundheit, Klima und Energie, Mobilität, Data Science und Digitalisierung sowie Materialwissenschaften und Neue Materialien) verortet sein.
tn/kk